März 2013 – Wuppertaler Jugendliche zu Gast in Tabarka

Sieben Tage voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und vieler neuer Freunde. So lässt sich am besten die Woche beim Rückbesuch in Tabarka beschreiben. Nachdem im Dezember zehn junge Erwachsene aus Tabarka in Wuppertal waren, sind am 18. März sechs junge Erwachsene aus Wuppertal nach Tabarka gestartet.

Dort wurden wir von den tunesischen Freunden herzlich begrüßt. Mit den alten Freunden aus dem Hinbesuch entstand schnell wieder ein enges Verhältnis. Doch auch mit den vielen jungen Tunesiern, die nicht mit nach Deutschland konnten, aber dennoch großes Interesse an dem Projekt hatten entstand schnell ein sehr persönlicher Kontakt. Alle bemühten sich sehr um unser Wohlergehen und begleiteten uns auf unseren vielen Ausflügen in die Region und Treffen mit diversen Einrichtungen. In den vielen Gesprächen, die wir bei offiziellen Treffen, aber auch in Einzel- oder Klein-Gruppengesprächen geführt haben, stand neben der politischen Situation im Land auch die persönliche Situation jedes Einzelnen im Fokus. Dabei wurde schnell klar, dass auch zwei Jahre nach der Revolution der Unterstützungsbedarf im Land und besonders in Tabarka nach wie vor groß ist. Die Region, die ein großes touristisches Potenzial hat, verfügt immer noch nicht über die nötige Infrastruktur, um Touristen anziehen zu können. Im Krankenhaus fehlt es an Personal, Platz und Inventar. Die Computer in den Schulen sind veraltet und es fehlt an Sporthallen. Zudem fehlt es den gut ausgebildeten und aufgeschlossenen jungen Menschen an einer Perspektive vor Ort.

Doch trotz dieser Schwierigkeiten betonten die Meisten, dass sie das Land nicht verlassen und weiter an einer besseren Zukunft arbeiten wollen. Dies hat uns alle sehr beeindruckt und in uns den Willen aufkommen lassen dieses Projekt weiter fortzuführen. Diese beiden Besuche können erst der Anfang von vielen Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Tabarka und Wuppertal sein.

Julian Liebner